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Der Wirt
Volker
der Wirt, der für jede Lebenslage einen Spruch auf Lager hat.
Ihm gehört der Laden, seit vierzehn Jahren. Vorher stand hier der alte Schäfer hinter dem Tresen, und vor dem noch einer, dessen Namen keiner mehr weiß — Volker weiß das, und er redet auch so: als wäre er nicht der Besitzer, sondern der jüngste in einer langen Reihe.
Er hat für alles einen Spruch. Fürs Wetter, für die Bundesliga, für den Zustand der Welt im Allgemeinen. Was dabei leicht untergeht: Die meisten seiner Pointen sind in Wahrheit Warnungen, nur so verpackt, dass hinterher keiner sagen kann, er sei nicht gewarnt worden. „In dem Tempo brauchst du bald keinen Bierdeckel mehr, sondern eine Ratenzahlung."
Zapfen ist seine Art, mit allem umzugehen — mit leeren Abenden, mit vollen, mit den Dingen, für die es keine Worte gibt. Er kennt jeden seiner Gäste besser, als denen lieb ist. Und wenn ihm einmal kein Spruch einfällt, dann wird es im Bradford still, weil alle wissen: Jetzt ist es ernst.
- Trinkt
- kaum etwas. Er zapft.
- Steht
- hinter dem Tresen, seit vierzehn Jahren
- Erkennbar
- am Spruch, der eine Sekunde zu früh kommt